Blog · 06.07.2026 · Josef Wilhelm · 9 Min.
SEO-Texte schreiben lassen: Agentur, Freelancer oder KI — der ehrliche Vergleich
Drei Angebote liegen vor dir: Eine Agentur will einen vierstelligen Monatsbetrag, ein Freelancer nennt einen Preis pro Wort, und ChatGPT schreibt den Artikel angeblich gratis in 30 Sekunden. Alle drei versprechen „SEO-Texte, die ranken“. Dieser Vergleich rechnet ehrlich durch, was du bei wem wirklich bekommst, inklusive der Option, die dir keiner der drei anbietet.
Quick Answer
SEO-Texte schreiben lassen kostet Stand 2026 grob zwischen wenigen Cent pro Wort (Textbörse) und mehreren hundert Euro pro Artikel (Agentur). Entscheidend ist nicht der Preis, sondern drei Fragen: Basiert das Thema auf echten Suchdaten? Wer prüft die Fakten? Und wer verhindert, dass sich deine Artikel gegenseitig kannibalisieren?
Was kosten SEO-Texte bei wem?
Vorweg die wichtigste Einschränkung: Es gibt keine Preisliste der Branche. Die folgenden Spannen sind das, was Stand 2026 üblich ist, grob und abhängig von Region, Nische und Anspruch:
| Anbieter | Übliche Spanne (grob, Stand 2026) | Was eingepreist ist |
|---|---|---|
| Textbörse | wenige Cent pro Wort | Nur der Text; Recherche und Strategie kaum |
| Freelancer | etwa 10–40 Cent pro Wort oder Paketpreise pro Artikel | Text plus je nach Profil Recherche und Briefing-Arbeit |
| Agentur | mehrere hundert Euro pro Artikel, oft im Paket ab einem vierstelligen Monatsbetrag | Strategie, Recherche, Text, Abstimmung, Reporting |
| KI-System mit Prüfung | einmalige oder geringe laufende Toolkosten plus deine Prüfzeit | Themenwahl aus Daten, Entwurf, technische Details |
Die Spannen erklären sich über das, was neben dem Schreiben passiert. Ein Text ist schnell produziert; Suchvolumen prüfen, Konkurrenz einschätzen, Suchintention treffen, intern verlinken und Fakten belegen ist die eigentliche Arbeit. Genau dafür zahlst du bei einer guten Agentur. Und genau das fehlt bei einer billigen Textbörse.
Wann lohnt sich die Agentur?
Ehrliche Antwort: wenn du Budget hast und Verantwortung abgeben willst. Eine gute Agentur bringt Strategie, Erfahrung aus vielen Projekten und einen eingespielten Prozess mit. Du bezahlst dafür einen Aufschlag, der sich lohnt, wenn SEO ein zentraler Kanal deines Geschäfts ist und intern niemand Zeit dafür hat.
Für Gründer mit einer jungen Website rechnet sich das selten. Die ersten Monate bestehen aus Grundlagenarbeit — Keyword-Landkarte, technische Basics, erste Artikel —, und dafür einen vierstelligen Monatsbetrag zu binden, während die Domain noch keine Rankings tragen kann, ist teuer gekaufte Geduld. Was SEO insgesamt kostet, samt Tools und versteckten Posten, haben wir im Artikel Was kostet SEO wirklich? aufgeschlüsselt.
Wann ist der Freelancer die bessere Wahl?
Wenn du weißt, was geschrieben werden soll, und nur das Schreiben auslagern willst. Ein guter Freelancer mit Nischenerfahrung liefert oft bessere Texte als eine Agentur, weil keine Zwischenebene mitverdient. Die Schwäche liegt woanders: Die Themenauswahl bleibt meist bei dir. Ohne eigene Keyword-Recherche briefst du den Freelancer auf Bauchgefühl und bezahlst dann gutes Geld für einen Artikel, nach dem niemand sucht.
Dazu kommt Koordination: Briefings schreiben, Feedback-Schleifen, Urlaubszeiten. Das ist kein Argument gegen Freelancer, aber einer der Posten, die im Preis pro Wort nicht auftauchen.
Was taugen reine KI-Texte?
Besser als ihr Ruf, schlechter als ihr Hype. Die Daten dazu sind eindeutig: Google straft KI-Texte nicht pauschal ab; eine Ahrefs-Analyse von rund 600.000 Top-20-Seiten fand praktisch null Korrelation zwischen KI-Anteil und Position. Gleichzeitig schaffen es Seiten, die zu 100 % KI sind, selten auf Platz 1; die Norm unter den Top-Seiten ist der Hybrid aus KI-Entwurf und menschlicher Prüfung. Die komplette Auswertung steht im Artikel Straft Google KI-Texte ab?
Praktisch heißt das: „Einfach ChatGPT fragen“ produziert Texte, aber kein SEO. Es fehlen die Suchdaten für die Themenwahl, der Faktencheck gegen Halluzinationen und der Blick über den Gesamtbestand — welcher Artikel existiert schon, welche Keywords überschneiden sich. Der Text ist der billigste Teil der Kette geworden. Das System drumherum entscheidet.
Welche Fragen musst du jedem Anbieter stellen?
Diese Fragen gehören vor jeder Unterschrift auf den Tisch, ob dein Gegenüber nun Agentur, Freelancer oder Tool-Anbieter ist:
- „Woher kommt die Themenwahl?“ Akzeptable Antwort: aus Suchvolumen-Daten und deiner Search Console. Alarmsignal: „Wir kennen Ihre Branche.“
- „Wer prüft Fakten und Quellen?“ Bei KI-Einsatz doppelt wichtig. Ein Prozess ohne expliziten Prüfschritt liefert dir früher oder später erfundene Zahlen frei Haus.
- „Wie verhindert ihr Kannibalisierung?“ Zwei Artikel zum selben Keyword nehmen sich gegenseitig die Rankings weg. Wer deinen Bestand nicht kennt, kann das nicht verhindern.
- „Gehören mir die Texte vollständig?“ Nutzungsrechte schriftlich klären, inklusive Bearbeitung und Weiterverwendung.
- „Was passiert, wenn nichts rankt?“ Ehrliche Anbieter reden über Impressionen nach Wochen und Klicks nach Monaten. Wer Garantien gibt, garantiert vor allem eines: dass du skeptisch sein solltest.
Wie entscheidest du dich?
Die Kurzformel: Agentur, wenn SEO geschäftskritisch ist und das Budget vierstellige Monatsbeträge trägt. Freelancer, wenn du die Strategie selbst im Griff hast und nur Schreibkapazität brauchst. Reine KI, wenn du experimentierst und den Prüfaufwand nicht scheust. Und wenn du den kompletten Überblick willst, bevor du Geld ausgibst: Der KI-SEO-Überblick sortiert, was 2026 funktioniert und was nicht.
Und die Option Nummer vier
Einfach SEO ist der Weg dazwischen: ein System, das die Themen aus echten Suchdaten zieht, die Artikel schreibt und jeden Entwurf von einer zweiten KI zerreißen lässt. Du liest 20 Minuten pro Woche gegen und gibst frei. Der Preis: 79 € als Einmalzahlung statt Abo, keine Textbörse in Sicht. Ob sich das für deine Nische lohnt, siehst du vorher: Der Gratis-Report liefert 5 Keywords mit echten Suchzahlen, kostenlos.
FAQ
Was kostet ein professioneller SEO-Text?
Stand 2026 reichen die üblichen Spannen grob von wenigen Cent pro Wort bei Textbörsen über etwa 10 bis 40 Cent pro Wort bei erfahrenen Freelancern bis zu mehreren hundert Euro pro Artikel bei Agenturen, wo Recherche und Strategie eingepreist sind. KI-gestützte Systeme liegen deutlich darunter, verlangen aber deine eigene Prüfzeit.
Sind gekaufte SEO-Texte für Google ein Problem?
Nein — Google bewertet Qualität, nicht die Herkunft. Problematisch sind Texte ohne Mehrwert: zusammengeschriebene Nacherzählungen der Top 10, erfundene Fakten, Keyword-Stopfen. Das kann eine billige Textbörse liefern, ein schlechter Freelancer oder eine ungeprüfte KI. Die Quelle ist Google egal.
Agentur oder Freelancer — was ist besser für kleine Websites?
Für die meisten Gründer und kleinen Projekte ist ein Freelancer oder ein KI-System mit menschlicher Prüfung das bessere Verhältnis aus Preis und Leistung. Agenturen lohnen sich, wenn du Strategie, Content und Technik komplett abgeben willst und ein Budget im vierstelligen Monatsbereich tragen kannst.
Kann ich SEO-Texte einfach von ChatGPT schreiben lassen?
Schreiben ja — ranken ist eine andere Frage. Ohne echte Suchdaten weißt du nicht, ob sich das Thema lohnt, und ohne Prüfschritt übernimmst du erfundene Fakten. Der Prompt ist der kleinste Teil des Systems: Themenwahl, Faktencheck und interne Verlinkung entscheiden über das Ergebnis.
Wie viele SEO-Texte brauche ich pro Monat?
Es gibt keine magische Zahl — in keiner Google-Richtlinie steht ein Frequenz-Schwellenwert. Für Selbermacher sind ein bis zwei Artikel pro Woche realistisch; automatisierte Systeme schaffen auch 3 bis 5, sinnvoll aber nur, wenn jeder einzelne eine nachweisbare Suchnachfrage bedient. Ein wertloser Artikel pro Tag schadet mehr als ein guter pro Woche nützt.
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