Blog · 06.07.2026 · Josef Wilhelm · 8 Min.
SEO für Cursor-Projekte: Die Checkliste nach dem Launch
Cursor hat dir beim Bauen jede Frage beantwortet: welche Komponente, welcher Hook, warum der Build bricht. Nur eine Frage hat es dir nie gestellt: „Und wie sollen dich eigentlich Leute finden?“ Der Launch ist durch, das Produkt läuft, und jetzt beginnt der Teil, für den es keinen Tab-Complete gibt. Dafür gibt es diese Checkliste.
Quick Answer
Nach dem Launch eines Cursor-Projekts fehlen fast immer dieselben Dinge: Sitemap, robots.txt, individuelle Meta-Daten, strukturierte Daten und die Search-Console-Anmeldung, plus Inhalte, die Suchanfragen beantworten. Die Technik hakst du mit dem Cursor-Agenten an einem Nachmittag ab; danach entscheidet eine wöchentliche Content-Routine.
Warum ist dein Projekt nach dem Launch unsichtbar?
Cursor-Projekte haben eine paradoxe Ausgangslage: technisch oft besser gebaut als so manche Agentur-Website, und trotzdem für Google Luft. Der Grund ist banal: SEO passiert nicht als Nebenwirkung von gutem Code. Eine Sitemap, die niemand angelegt hat, existiert nicht; eine Search Console, in der niemand die Domain verifiziert hat, sammelt keine Daten. Und da du beim Bauen auf Features geprompted hast, nicht auf Auffindbarkeit, ist schlicht nie jemand zuständig gewesen.
Dazu kommt der Faktor, den kein Code der Welt abkürzt: Deine Domain ist neu, und Google vergibt Vertrauen über Monate. Umso wichtiger, dass die Maschine ab heute läuft — jede Woche Verzögerung verschiebt die Kurve nach hinten.
Die Post-Launch-Checkliste: 5 Punkte zum Abhaken
Öffne dein Projekt, starte den Agent-Modus und arbeite die Liste ab:
- Sitemap generieren lassen. Automatisch aus den Routen, nicht als handgepflegte Datei. Bei Next.js über
sitemap.ts, bei Astro über die Sitemap-Integration. Test: /sitemap.xml aufrufen und prüfen, ob alle Seiten drinstehen. - robots.txt kontrollieren. Crawler erlauben, Sitemap referenzieren und sicherstellen, dass kein noindex oder Passwortschutz aus der Preview-Phase überlebt hat. Dieser eine vergessene Header ist ein Klassiker.
- Meta-Daten pro Route. Jede Seite braucht einen einzigartigen, beschreibenden Title (unter ~60 Zeichen) und eine Description, die zum Klick einlädt. Lass den Agenten alle Routen durchgehen und Lücken auflisten.
- Strukturierte Daten ergänzen. JSON-LD für Organisation, Artikel und FAQs. Kostet mit Agent-Hilfe Minuten und macht deine Inhalte für Google und KI-Suchsysteme eindeutig lesbar.
- Search Console einrichten. Domain verifizieren, Sitemap einreichen, fertig. Ab jetzt siehst du, welche Suchanfragen Impressionen bringen: die Datenbasis für alles Weitere.
Bonus-Check zum Schluss: Quelltext einer Inhaltsseite öffnen. Wenn dein Text im ausgelieferten HTML steht, ist das Rendering in Ordnung. Wenn nicht, steht dir dieselbe SPA-Diskussion bevor wie den Bolt-Nutzern; dort ist sie ausführlich beschrieben.
Wie verhinderst du, dass neue Features das SEO wieder kaputt machen?
Hier spielt Cursor seinen eigentlichen Trumpf aus: Projektregeln, Stand Juli 2026 fester Bestandteil des Editors. Leg die SEO-Konventionen als Regeln im Projekt ab: Jede neue Route bekommt Meta-Daten, jede neue Seite landet automatisch in der Sitemap, Inhaltsseiten bekommen Schema-Markup, interne Links nutzen beschreibende Anker statt „hier klicken“. Ab dann gelten die Konventionen für alles, was der Agent künftig generiert, ohne dass du sie in jedem Prompt wiederholst.
Das klingt nach einem Detail, ist aber der Unterschied zwischen „SEO war mal eine Aufräumaktion“ und „SEO ist eine Eigenschaft des Projekts“. Teams vergessen Konventionen; Regeln nicht.
Was kommt nach der Technik?
Der unbequeme Teil: Die abgehakte Checkliste bringt dir noch keinen einzigen Besucher; sie macht dich nur lesbar. Traffic entsteht, wenn deine Site Fragen beantwortet, die deine Zielgruppe googelt. Praktisch heißt das für die ersten 90 Tage: Suchanfragen mit echtem Volumen sammeln, nach Chance sortieren, im Wochentakt ein bis zwei Artikel liefern, von denen jeder eine einzelne Frage erschöpfend behandelt: mit der Antwort ganz oben statt am Ende, mit FAQ-Block, mit internen Links auf verwandte Seiten.
Die Themenwahl ist dabei der Punkt mit dem höchsten Verlustpotenzial: Ein Artikel ohne Suchnachfrage kostet dieselbe Arbeit wie einer mit, und bringt exakt nichts. Was bei der Themenwahl und beim KI-gestützten Schreiben 2026 funktioniert, steht gesammelt im KI-SEO-Überblick.
Wie sieht die Routine aus, die wirklich durchgehalten wird?
Die ehrliche Antwort: die kleinste, die du nie ausfallen lässt. Bewährt hat sich ein fester Wochenslot: 20 Minuten Search-Console-Daten lesen, das Thema mit der besten Chance wählen, Artikel schreiben oder vom Agenten entwerfen lassen, gegenlesen, veröffentlichen. Einmal im Monat kommt eine Pflegerunde dazu: Indexierungsbericht prüfen, kaputte Links fixen, den besten Bestandsartikel ausbauen. Nach drei Monaten hast du 12 bis 25 Seiten, die arbeiten, während du baust.
Wenn die Routine nicht von dir abhängen soll
Einfach SEO macht aus dieser Routine ein System: Es liest deine Search-Console-Daten, wählt die Themen, schreibt die Artikel, lässt eine zweite KI jeden Entwurf prüfen und legt dir das Ergebnis als Pull Request vor; du liest 20 Minuten gegen und gibst frei. Kostenpunkt: einmalig 79 €, ohne Abo. Vorher kostenlos testen, ob deine Nische Nachfrage hat: der Gratis-Report mit 5 Keywords und echten Suchzahlen.
FAQ
Warum rankt mein Cursor-Projekt nicht bei Google?
In fast allen Fällen aus zwei Gründen: Die technischen Grundlagen fehlen (Sitemap, Meta-Daten, Search-Console-Anmeldung), und es gibt außer den Produktseiten keine Inhalte, die Suchanfragen beantworten. Beides ist lösbar; die Technik an einem Nachmittag, der Content über eine wöchentliche Routine.
Kann ich SEO-Aufgaben direkt in Cursor erledigen?
Ja. Der Agent-Modus von Cursor setzt die technischen Basics direkt in deinem Projekt um: Sitemap-Generierung, Meta-Daten, strukturierte Daten. Mit Projektregeln sorgst du zusätzlich dafür, dass jede künftig generierte Seite die SEO-Konventionen automatisch einhält, statt sie jedes Mal neu zu prompten.
Was gehört in Cursor-Projektregeln für SEO?
Konventionen, die für jede neue Seite gelten sollen: Jede Route bekommt eigene Meta-Daten, jede neue Seite landet in der Sitemap, Inhaltsseiten bekommen Article- und FAQ-Schema, interne Links nutzen beschreibende Anker. Einmal als Regel hinterlegt, muss der Agent nicht bei jedem Feature daran erinnert werden.
Wie prüfe ich, ob Google meine Seiten indexiert hat?
Zwei Wege: In der Google Search Console zeigt der Indexierungsbericht, welche URLs aufgenommen wurden und welche nicht, samt Gründen. Für den Schnell-Check tippst du site:deinedomain.de bei Google ein. Beides funktioniert erst, wenn Sitemap und Search-Console-Anmeldung stehen.
Wie viele Artikel braucht ein neues Projekt in den ersten 90 Tagen?
Ein realistischer Rahmen sind ein bis zwei Artikel pro Woche, also grob 12 bis 25 Stück in 90 Tagen, sofern jeder eine nachweisbare Suchanfrage bedient. Die Zahl ist kein Google-Kriterium; entscheidend ist der Wert pro Seite. Lieber zwölf treffende Artikel als fünfundzwanzig ins Blaue.
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